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SUMMARY:Vorstellungsveranstaltung: "Medizinische Versorgung von Menschen in Haft"
DESCRIPTION:Vor­stel­lungs­ver­an­stal­tung der Bro­schü­re am 18.9. um 19 Uhr online via Zoom https://us02web.zoom.us/j/87005892098?pwd=a07tx1CzfRnLfdLrPVSl3fCjiqtiFw.1. \nPM zur Neu­auf­la­ge: \nPubli­ka­ti­ons­an­kün­di­gung\n16.07.2026 – Vier Jah­re nach Ver­öf­fent­li­chung der ers­ten Auf­la­ge\, wur­de die Bro­schü­re zur\nmedi­zi­ni­schen Ver­sor­gung von Men­schen in Haft über­ar­bei­tet und aktua­li­siert.\nDie medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung in Haft soll der­je­ni­gen\, von in Frei­heit bei der Gesetz­li­chen\nKran­ken­ver­si­che­rung Ver­si­cher­ten ent­spre­chen – bis auf eini­ge Ein­schrän­kun­gen wie den\nVer­zicht auf freie Arzt­wahl\, die aber drau­ßen auch eher for­mal gilt und real oft durch\nver­schie­de­ne Bedin­gun­gen ein­ge­schränkt ist. Wir kön­nen die­sen Anspruch mit der\nWirk­lich­keit abglei­chen: Ist die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung der­je­ni­gen außer­halb der\nGefäng­nis­se gleich­wer­tig?\nNein\, das ist sie empi­risch nicht. Die Beschwer­de­brie­fe von Inhaf­tier­ten an uns berich­ten von\ngro­ßen Män­geln\, die drin­gend beho­ben wer­den müs­sen. Aller­dings kom­men die\nAutor*innen vom Ver­ein demo­kra­ti­scher Ärzt*innen und vom soli­da­ri­sches\nGesund­heits­we­sen e.V. – zusam­men mit vie­len Expert*innen – zu dem Schluss\, dass sich\nselbst mit den bes­ten Gesund­heits­leis­tun­gen das an sich Gesund­heits­schäd­li­che eines\nFrei­heits­ent­zu­ges nicht auf­he­ben lie­ße: Psy­cho­so­zia­le Belas­tun­gen und Iso­la­ti­on\,\nBewe­gungs­man­gel und unge­sun­des Essen sind Pro­ble­me\, die nur teil­wei­se durch struk­tu­rel­le\nVer­bes­se­run­gen in Haft­an­stal­ten gelöst wer­den kön­nen. Eine\, mit der Ver­sor­gung außer­halb\nver­gleich­ba­re\, medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung ist in Haft nicht mög­lich. Noch grö­ßer ist die\nDif­fe­renz zwi­schen Norm und Wirk­lich­keit bei der psy­cho­lo­gi­schen Ver­sor­gung.\nMit den For­de­run­gen nach einer adäqua­ten medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung von inhaf­tier­ten\nMen­schen sind die Autor*innen also gezwun­gen\, grund­sätz­li­che gesell­schaft­li­che Fra­gen\nanzu­spre­chen: Ist eine Unter­brin­gung in Gefäng­nis­zel­len über­haupt dem\nReso­zia­li­sie­rungs­ziel zuträg­lich oder wider­spricht sie die­sem? Wel­che Fol­ge­run­gen wären\ndann für eine Gefäng­nis­kri­tik zu stel­len?\nIn der neu­en Auf­la­ge wur­de sich noch ein­mal mit dem Maß­re­gel­voll­zug beschäf­tigt und das\nKapi­tel grund­le­gend über­ar­bei­tet. In Anleh­nung an das Plä­doy­er der Deut­schen Gesell­schaft\nfür Sozia­le Psych­ia­trie e.V.\, über­neh­men die Autor*innen zen­tra­le Kri­tik­punk­te am Sys­tem\ndes Maß­re­gel­voll­zugs und schlie­ßen sich den For­de­run­gen der Deut­schen Gesell­schaft für\nSozia­le Psych­ia­trie e.V. an\, die Maß­re­geln nach §§ 63 und 64 StGb abzu­schaf­fen und\nTäter*innen statt­des­sen unab­hän­gig von der Schuld­fä­hig­keit zu einem Frei­heits­ent­zug zu\nver­ur­tei­len. Dar­über hin­aus muss auf Basis der Frei­wil­lig­keit allen in einem sol­chen\nein­heit­li­chen Voll­zug kran­ken Per­so­nen – ob psych­ia­trisch oder soma­tisch – ein\nleit­li­ni­en­ge­rech­tes\, evi­denz­ba­sier­tes und bedarfs­ge­rech­tes Behand­lungs­an­ge­bot gemacht\nwer­den.\nDie Bro­schü­re kön­nen Sie für 3Euro/Stück unter solid.G‑Wesen@posteo.de bestel­len.\nMit soli­da­ri­schen Grü­ßen\, Fran­zis­ka Max
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SUMMARY:Militarisierung des Gesundheitswesens
DESCRIPTION:Von der durch den Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Pis­to­ri­us aus­ge­ru­fe­nen Kriegs­tüch­tig­keit der Gesell­schaft ist auch das Gesund­heits­we­sen im erheb­li­chem Aus­maß betrof­fen. \nIn Doku­men­ten wie dem Ope­ra­ti­ons­plan Deutsch­land oder den Rah­men­richt­li­ni­en Gesamt­ver­tei­di­gung sind die zen­tra­len Vor­ga­ben fest­ge­legt. An einem Sicher­stel­lungs­ge­setz für das Gesund­heits-wesen wird mit Hoch­druck gear­bei­tet. Es dro­hen Prio­ri­sie­rung ver­letz­ter Soldat:innen vor Zivilist:innen im Rah­men der umge-kehr­ten Tria­ge\, Zugriff der Bun­des­wehr auf den zivi­len Ret­tungs­dienst\, ver­pflich­ten­de Aus­bil­dung von medi­zi­ni­schem Per­so­nal in Kriegs­ver­letz­ten­für­sor­ge. Deren Umset­zung auf regio­na­ler und kom­mu­na­ler Ebe­ne wird gera­de vor­be­rei­tet oder erfolgt bereits. Im Gegen­satz zu den Kür­zun­gen im Sozi­al-bereich ist hier genug Geld da für Pop-Up Inten­siv­sta­tio­nen in Tief­ga­ra­gen und Groß­ma­nö­vern wie „Red Storm Char­lie“. Was bedeu­tet es für uns Beschäf­tig­te im Gesund­heits­we­sen\, wenn die­ses „kriegs­tüch­tig“ gemacht und den Erfor­der-nis­sen des Mili­tärs unter­wor­fen wer­den soll? Wel­che Aus­wir­kun­gen hat dies auf die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung und die Pla­nun­gen des zivi­len Gesund­heits-wesens bereits aktu­ell und im Kriegs­fall. \nWie ver­hal­ten wir uns dazu? Wo for­miert sich Wider­stand? Die­se Fra­gen möch­ten wir gemein­sam dis­ku­tie­ren. \nEs wird zunächst einen Input von Bern­hard Win­ter\, Frankfurt/Main\, geben. \nEr ist Vor­stands­mit­glied des Ver­eins demo­kra­ti­scher Ärzt*innen (vdää*) und Vor­sit­zen­der des Soli­da­ri­schen Gesund­heits­we­sen e.V.. \nAnschlie­ßend wird Raum für gemein­sa­me Dis­kus­si­on und Aus­tausch sein\, unter ande­rem mit der Poli­kli­nik Frank­furt\, einem Pro­jekt\, das es sich zum Ziel gesetzt hat\, ein soli­da­ri­sches Gesund­heits­zen­trum im Frank­fur­ter Rie­der­wald auf­zu­bau­en. \n21.08.2026\, 19 Uhr\, Schönstr. 28\, 60327 Frank­furt
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