Kooperationen

Bündnisse

Im Bünd­nis Kran­ken­haus statt Fabrik ana­ly­sie­ren und kri­ti­sie­ren wir gemein­sam mit ande­ren Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen die Öko­no­mi­sie­rung der sta­tio­nä­ren Ver­sor­gung in Deutsch­land, klä­ren in Bil­dungs­an­ge­bo­ten dar­über auf und ent­wi­ckeln alter­na­ti­ve Kon­zep­te für eine soli­da­ri­sche Kran­ken­haus­pla­nung und ‑finan­zie­rung. Dabei sehen wir uns als Think Tank, der für eine brei­te­re poli­ti­sche Bewe­gung nütz­li­che Ana­ly­sen anbie­tet.

Unser Ziel: “Kran­ken­häu­ser sol­len Ein­rich­tun­gen der gesell­schaft­li­chen Daseins­vor­sor­ge sein, kei­ne Wirt­schafts­un­ter­neh­men. Kran­ken­haus­pla­nung und ‑finan­zie­rung sind öffent­li­che Auf­ga­ben, die poli­ti­scher Pla­nung und Steue­rung bedür­fen. Wir brau­chen eine demo­kra­ti­sche und regio­na­le Bedarfs­pla­nung der Kran­ken­haus­ver­sor­gung, in die alle Akteu­re des Gesund­heits­we­sens ein­be­zo­gen wer­den. Dies ist nicht im Rah­men des DRG-Sys­tems zu errei­chen. Die DRG müs­sen abge­schafft wer­den und in Zukunft müs­sen Kran­ken­häu­ser mit einem Kon­zept der Selbst­kos­ten­de­ckung 2.0 finan­ziert wer­den.”

Mit dem Ver­ein demo­kra­ti­scher Ärzt*innen arbei­ten wir regel­mä­ßig eng zusam­men. Jähr­lich ver­an­stal­ten wir ein gemein­sa­mes zwei­tä­gi­ges Gesund­heits­po­li­ti­sches Forum zu wech­seln­den Schwer­punkt­the­men und geben gemein­sam die Zeit­schrift Gesund­heit braucht Poli­tik her­aus.

Vernetzung

Ziel der Poli­kli­nik Grup­pe in Frank­furt ist es ein soli­da­ri­sches Stadt­teil­ge­sund­heits­zen­trum im Rie­der­wald auf­zu­bau­en, das allen offen­steht. Die Grup­pe besteht aus Per­so­nen, die mehr­heit­lich im Gesund­heits­we­sen und im sozia­len Bereich tätig sind und sich für eine bedürf­nis- und bedarfs­ge­rech­te Gesund­heits­ver­sor­gung ein­set­zen, die nicht der Gewinn­ori­en­tie­rung unter­wor­fen ist. Ver­folgt wird ein mul­ti­pro­fes­sio­nel­ler, ganz­heit­li­cher Ansatz, der medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung mit Bera­tung (z. B. zu Miet­recht, Asyl und psy­chi­scher Gesund­heit), Ver­net­zung und auf­su­chen­der Arbeit im Stadt­teil ver­bin­det – ver­an­kert in der Lebens­welt der Patient*innen und ihren sozia­len Lebens­rea­li­tä­ten.

Medinetz Frankfurt /Offenbach

Das Medi­netz Frank­fur­tOf­fen­bach ist ein selbst­or­ga­ni­sier­tes, anti­ras­sis­ti­sches und soli­da­ri­sches Pro­jekt, das seit Mit­te 2023 den Zugang zur Gesund­heits­ver­sor­gung für Men­schen Kran­ken­ver­si­che­rungs­schutz ver­bes­sern will – etwa für ille­ga­li­siert in Deutsch­land leben­de Men­schen, Geflüch­te­te und Migrant*innen. Das Medi­netz for­dert eine aus öffent­li­chen Gel­dern finan­zier­te, gleich­wer­ti­ge medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung für alle Men­schen, unab­hän­gig von Kran­ken­ver­si­che­rung­s­ta­tus und Auf­ent­halts­ti­tel, und setzt sich ein gegen die Aus­schlüs­se durch struk­tu­rel­le Dis­kri­mi­nie­rung und Öko­no­mi­sie­rung im Gesund­heits­sys­tem. Anders als in vie­len ande­ren Groß­städ­ten gibt es in Frank­furt und Offen­bach bis­lang kei­nen Behand­lungs­fonds; das Medi­netz setzt sich daher unter ande­rem für eine kom­mu­na­le Bericht­erstat­tung, sowie die Ein­füh­rung eines Anony­men Behand­lungs­scheins ein.