Kategorie: Vortrag

  • Militarisierung des Gesundheitswesens

    Militarisierung des Gesundheitswesens

    Von der durch den Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Pis­to­ri­us aus­ge­ru­fe­nen Kriegs­tüch­tig­keit der Gesell­schaft ist auch das Gesund­heits­we­sen im erheb­li­chem Aus­maß betrof­fen. 

    In Doku­men­ten wie dem Ope­ra­ti­ons­plan Deutsch­land oder den Rah­men­richt­li­ni­en Gesamt­ver­tei­di­gung sind die zen­tra­len Vor­ga­ben fest­ge­legt. An einem Sicher­stel­lungs­ge­setz für das Gesund­heits-wesen wird mit Hoch­druck gear­bei­tet. Es dro­hen Prio­ri­sie­rung ver­letz­ter Soldat:innen vor Zivilist:innen im Rah­men der umge-kehr­ten Tria­ge, Zugriff der Bun­des­wehr auf den zivi­len Ret­tungs­dienst, ver­pflich­ten­de Aus­bil­dung von medi­zi­ni­schem Per­so­nal in Kriegs­ver­letz­ten­für­sor­ge. Deren Umset­zung auf regio­na­ler und kom­mu­na­ler Ebe­ne wird gera­de vor­be­rei­tet oder erfolgt bereits. Im Gegen­satz zu den Kür­zun­gen im Sozi­al-bereich ist hier genug Geld da für Pop-Up Inten­siv­sta­tio­nen in Tief­ga­ra­gen und Groß­ma­nö­vern wie „Red Storm Char­lie“. Was bedeu­tet es für uns Beschäf­tig­te im Gesund­heits­we­sen, wenn die­ses „kriegs­tüch­tig“ gemacht und den Erfor­der-nis­sen des Mili­tärs unter­wor­fen wer­den soll? Wel­che Aus­wir­kun­gen hat dies auf die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung und die Pla­nun­gen des zivi­len Gesund­heits-wesens bereits aktu­ell und im Kriegs­fall. 

    Wie ver­hal­ten wir uns dazu? Wo for­miert sich Wider­stand? Die­se Fra­gen möch­ten wir gemein­sam dis­ku­tie­ren.

    Es wird zunächst einen Input von Bern­hard Win­ter, Frankfurt/Main, geben. 

    Er ist Vor­stands­mit­glied des Ver­eins demo­kra­ti­scher Ärzt*innen (vdää*) und Vor­sit­zen­der des Soli­da­ri­schen Gesund­heits­we­sen e.V.. 

    Anschlie­ßend wird Raum für gemein­sa­me Dis­kus­si­on und Aus­tausch sein, unter ande­rem mit der Poli­kli­nik Frank­furt, einem Pro­jekt, das es sich zum Ziel gesetzt hat, ein soli­da­ri­sches Gesund­heits­zen­trum im Frank­fur­ter Rie­der­wald auf­zu­bau­en.

    21.08.2026, 19 Uhr, Schönstr. 28, 60327 Frank­furt